Muss Merkel weg?
Warum sollte sie? Sie ist bis 2021 gewählt und die Stabilität unserer Demokratie verlangt, die Ergebnisse freier Wahlen zu respektieren.

Zudem stellt sich doch immer die Frage, wer würde bei einem vorzeitigen Sturz Merkels das schwierige Amt übernehmen? Ein Martin Schulz vielleicht, der vor einigen Tagen vor laufenden Kameras im Bundestag medienwirksam verkündete, Herr Gauland (AfD) gehöre auf den Misthaufen der deutschen Geschichte? Grundsätzlich zweifle ich, ob ein SPD-Kanzler es besser machen könnte. Wo doch die ultralinke Willkommens-, Umverteilungs- und Gutmensch-Ideologie der letzten drei Jahrzehnte (von der sich leider auch Angela Merkel zu sehr hat leiten lassen), die Probleme erst geschaffen hat, mit denen wir es heute zu tun haben.
Und ein Kanzler aus den Reihen der Linken oder Grünen wäre mir aufgrund deren teilweise weltfremder Illusionen auch suspekt, wenngleich ich ein Fan von Sahra Wagenknecht bin. Horst Seehofer und Markus Söder könnte ich mir gut als Kanzler vorstellen, aber das steht derzeit einfach nicht zur Debatte. Das sollte man auch nicht herbeireden.

 

Die Irrlehren und Fehlentwicklungen der letzten Jahrzehnte müssen aufgearbeitet werden!
Was die AfD betrifft: Es ist furchtbar, mit welch fiesen Mitteln diese Partei und deren Wähler ausgegrenzt, stigmatisiert und beschimpft werden. Diese hasserfüllte Rhetorik und Hetzjagd ist eine Schande für Deutschland, ein Frontalangriff auf unsere Demokratie.
Die AfD hat mit der NSDAP absolut nichts zu schaffen - ihr das ständig zu unterstellen und die Bevölkerung in diesem Sinne immer wieder aufzuwiegeln, scheint mir mehr als kriminell. Ich halte die AfD für unentbehrlich in unserer repräsentativen Demokratie. Weil sie den Willen einer breiten Bevölkerungsschicht widerspiegelt und Menschen vertritt, die über Jahrzehnte verhöhnt und ignoriert wurden.

Was ich von der AfD jetzt allerdings erwarte ist eine sachorientierte Politik. Weniger Klamauk, dafür aber eine engagierte Auseinandersetzung und klare Positionen bezüglich der Zukunft Deutschlands.
Es geht dabei nicht nur um die Asylpolitik, sondern ganz allgemein um die hohe Zuwanderung. Muss die sein, haben wir tatsächlich einen
Fachkräftemangel? Sollte sich Deutschland nicht besser (wie Großbritannien) vom Diktat der EU-Niederlassungsfreiheit (das uns im Jahr 400.000 bis 500.000 weitere Zuwanderer beschert) befreien?
Und wie sinnvoll ist das
Schengener Abkommen? Wie schafft man es, sich vom irrationalen Euro zu befreien? Was tun gegen die fatale Exportabhängigkeit? Wie erklärt sich der seit 1980 anhaltende schleichende Niedergang der Reallöhne und Renten?
Was spricht dagegen, Konzernen eine
Filial- und Mindestertragssteuer aufzubrummen? Ist man bereit, unser staatliches, umlagenfinanziertes Rentensystem zu verteidigen? Wo doch jedermann weiß, dass es sichere private Alterssicherungen nicht geben kann (im Notfall muss der Staat einspringen) und die zusätzliche Kapitalanhäufung den Spekulationsmechanismus weiter antreibt.
Und last, but not least: Warum verweigert man sich starrsinnig einer Lohnkostenreform (Erhöhung der Mehrwertsteuer bei gleichzeitiger Absenkung der Sozialversicherungsbeiträge)?
Das alles sind Themen, die eine alternative Partei aufgreifen sollte! Die AfD scheint mir für den notwendigen Umbruch prädestiniert, weil sie noch nicht (hoffentlich) mit dem Virus der spendierfreudigen und postenverschachernden Kapitallobby infiziert wurde, alte Grundsatzfehler nicht vertuschen und verkrustete Irrlehren nicht verteidigen muss.

In der sachlichen Auseinandersetzung sehe ich die große Chance für die AfD! Wenn sie sich darauf konzentriert und auf aufheizende Trauermärsche und Proklamationen verzichtet, könnte sie zur stärksten, vorurteilsfreien, mitte-rechts positionierten Volkspartei aufsteigen. Dann könnte sie eines Tages sogar den Kanzler stellen.

 

Wenn trotz aller technologischen Revolutionen, Leistungsverdichtungen und Produktivitätssteigerungen die Menschen in Deutschland heute weniger verdienen als vor 40 Jahren, darf es keine Denkverbote mehr geben.

 


PS: Im Grunde ist es mir völlig wurscht, welche Partei bei der nächsten Bundestagswahl gewinnt. Hauptsache die Richtung stimmt! Ich könnte sogar die SPD und die Grünen wählen, wenn diese Parteien ihre deutschfeindliche Politik korrigieren und die unwürdige Hetze gegen Andersdenkende aufgeben, also der Demokratie wieder mehr Respekt zollen würden.

 

Hintergrund & Analyse:
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Die Inflationierung und Vergewaltigung der Menschenrechte...
Rufmord und die fadenscheinige Berufung auf das Grundgesetz
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Wie Demagogen die Öffentlichkeit manipulieren...
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Wann kommt der Dexit? (der Ausstieg aus der EU)

 

© Manfred Julius Müller, Flensburg, 15. September 2018
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Die Demokratie lebt von der Gegenrede...
und nicht vom ständigen Nachbeten verstaubter Irrlehren und Ideologien.
Jegliche berechtigte Kritik schon im Keim zu ersticken beschert die Zustände, unter denen die Menschheit heute leidet (Bevölkerungsexplosion, Völkerwanderungen, prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Massenarbeitslosigkeit, beruflicher Leistungsdruck, sinkende Reallöhne und Renten, Paragrafenwut, Bürokratiewahn, Verhöhnung der Rechtsstaatlichkeit usw.).

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